Hape Kerkeling

Einer der besten deutschen Komiker (und auch als Synchronsprecher erfolgreich): Hape Kerkeling. Vergrößern
Einer der besten deutschen Komiker (und auch als Synchronsprecher erfolgreich): Hape Kerkeling.
Fotoquelle: vipflash/shutterstock.com
Hans Peter Kerkeling
Geboren: 09.12.1964 in Recklinghausen, Deutschland

Er gehört zu Deutschlands gefeiertesten Komödianten und ist auf der Bühne wie im Fernsehen und im Kino zu Hause: Hape Kerkeling. Auf sein Talent wurde man an höherer Stelle schon früh aufmerksam. So fand sich Kerkeling bereits 1984 in der von Radio Bremen produzierten Reihe "Kerkelings Kinderstunde" und ein Jahr darauf in der ihm eigens auf den Leib geschnittenen WDR-Produktion "Känguru" wieder. Seine damalige Paraderolle war die des sadistischen Kleinkinds "Hannilein", das in kindlicher Unschuld von Ereignissen aus dem elterlichen Schlafzimmer sowie von der versehentlichen Ermordung diverser Meerschweinchen und Goldhamster berichtete. Nach einer kürzeren Bildschirmpause kehrte er 1989 mit "Total Normal", ebenfalls eine Radio Bremen-Produktion, auf die Mattscheibe zurück und erlebte damit seinen endgültigen Durchbruch. "Total Normal" avancierte schnell zur absoluten Kultsendung, die jeder, der auf dem Schulhof oder im Büro mitreden wollte, unbedingt gesehen haben musste und wurde mit Auszeichnungen überhäuft: Goldene Kamera, Adolf-Grimme-Preis, Bronzene Rose von Montreux, Bayerischer Fernsehpreis, Goldener Gong.

Einige Nummern aus dieser stets am Rande des Wahnsinns entlangwandernden Revue sind inzwischen legendär, wie zum Beispiel die Triumphfahrt ("eine tolle Bevölkering") der falschen Königin Beatrix zum Schloss Bellevue, wo sie mit ihrem Gemahl ("Klaus, auch n’ Happen?") und dem Bundespräsidenten ein "lecker Mittachessen" einzunehmen gedachte, was beinahe gelang. Zwei Songs, die im Kontext der absurden Gag-Aktionen entstanden, "Das ganze Leben ist ein Quiz" und "Hurz", schafften es bis in die Top Ten der Verkaufscharts, es existierten sogar House-Mixes davon. 1989-1991 verlieh Kerkeling den von der ARD ausgestrahlten Endausscheidungen zum Grand Prix d’Eurovision de la Chanson (Eurovision Song Contest) durch seine Moderationen neuen Schwung, was den Zuschauern mit Sicherheit und dem bekennenden Grand-Prix-Junkie wahrscheinlich auch großen Spaß bereitet hat.

Vor dem Hintergrund des enormen Erfolgs von "Total Normal" wagte sich der Entertainer 1992 an seinen ersten Kinofilm "Kein Pardon", bei dem er Regie führte, das Drehbuch schrieb und auch als Hauptdarsteller vor der Kamera stand. "Kein Pardon", der Heinz Schenk, Elisabeth Volkmann, Dirk Dautzenberg, Margret Homeyer, Annett Kruschke, Maren Kroymann und Petra Zieser in weiteren Rollen zeigt, erzählt eine medienkritische Geschichte: Der überwiegend vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen, also von Flipper, Wickie, dessen starken Männern sowie Kimba dem weißen Löwen sozialisierte Ruhrgebietsbewohner Peter Schlönzke beteiligt sich unter dem sanften Nachdruck seiner Mutter und Großeltern, die gemeinsam einen Schnittchenservice für Geburtstage und Beerdigungen betreiben, an einem Talentwettbewerb der beliebten TV-Show "Witzischkeit kennt keine Grenzen". Die Aufgabe besteht darin möglichst überzeugend "I wanna dance with Somebody" von Whitney Houston, "Highway to Hell" von AC/DC, "Mein Vati hat drei grunzende Schweine" oder ein Lied von Karel Gott zum Besten zu geben.

Nach seiner Rückkehr zur ARD präsentierte er 1995 die betont rürselige Show "Warmumsherz". 1997 folgte "Zappenduster", wo sich, ungewöhnlich für ein vorwiegend visuelles Medium, vieles im Stockfinsteren abspielte, was dann aber bei Lichte betrachtet ziemlich komisch aussah. Hape Kerkelings gemeinsam mit Doris J. Heinze verfasstes Drehbuch "Club Las Piranjas" wurde 1995 von Ulli Baumann verfilmt. In der Hauptrolle: Hape Kerkeling. An seiner Seite agieren unter anderem: Angelika Milster, Judy Winter und Hildegard Krekel. Bei "Club Las Piranjas", handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um einen beschwingten Urlaubsfilm: Eine gemischte deutsche Reisegruppe, zu der der Tankwart Karl-Heinz Schadletzki nebst Ehefrau Hildegard und Kind, die nordhessische Rentnerin Herta ("My Home is in Kassel") sowie die Kosmetikerin Margot Kemper angehören, fliegt gen Süden wohin genau erfahren wir nie -, um im Club "Las Piranjas" einige sonnige Tage zu verbringen. Nachdem man irgendwo im nirgendwo gelandet ist, werden die urlaubsgestimmten Pauschaltouristen von den beiden quietschfidelen Animateuren Biggi und Edwin lärmend in Empfang genommen. Der Club, den man im Anschluss an eine mehrstündige Busfahrt durch eine mondartige Landschaft endlich bei Nacht erreicht, wirkt, soweit man es im gleißenden Licht der Suchscheinwerfer am Elektrozaun erkennen kann, wie eine Art Hochsicherheitsgefängnis, das ein totalitärer Staat auf einem Truppenübungsplatz errichtet hat.

Foto: RTL 1996 strahlte die ARD Hape Kerkelings nächste, wieder zusammen mit Doris J. Heinze konzipierte Komödie "Willi und die Windzors" aus, zu deren großem Staraufgebot neben Kerkeling selbst Brigitte Mira, Tana Schanzara, Irm Herrmann, Charles Brauer, Katharina Schubert, Janette Rauch und Isabel Varell zählen: Nachdem das britische Unterhaus kurzentschlossen die Monarchie abgeschafft hat, sind die Windzors unerwünscht im Empire, das heißt, obdach- und staatenlos. Mit Ausnahme von Andrew und seiner Herzogin, die an der Themse bleiben sollen, um Fergies enorme Schulden abzuarbeiten. Da kein befreundetes europäisches Königshaus die stocksteife Sippe im Haus haben will, entschließen sich die Blaublüter notgedrungen dazu, bei ihren letzten lebenden Verwandten in der niedersächsischen Metropole Hannover Asyl zu suchen, natürlich ohne Voranmeldung. Und so steht eines Abends überraschend ein vielköpfiger Besuch samt Schrankkoffern und Zofen vor der Tür des Möbelhausbetreibers Willi Bettenberg und seiner Mutter Else. So viele Betten hat man gar nicht im Haus.

1997 begab sich Hape Kerkeling gemeinsam mit Janette Rauch, Tana Schanzara, Gerhard Olschewski, Rotraud Schindler und anderen für Angelo Colagrossis Komödie "Die Oma ist tot" erneut vor die Fernseh-Kamera. Der Film zeigt Hape Kerkeling in der Rolle eines Pinneberger Busfahrers, der aus Sparmaßnahmen die Überführung der gerade verblichenen Großmutter zu ihrer letzten Ruhestätte nach Polen selbst in die Hand nimmt: gut festgeschnallt auf dem Dach seines Autos. 1998 führte dann Jojo Wolff Regie bei der Serie "Gisbert": "Ich wollte doch nur helfen!" - ein Schlüsselsatz von Gisbert, dem herrlich tollpatschigen, stets übereifrigen, bisweilen nervig besserwisserischen Mitarbeiter einer Zeitarbeitsagentur. Er gibt gerne sein Bestes - und das ist meistens des Guten zuviel, also ist seine Verweildauer in den diversen Jobs, die ihm seine Arbeitsvermittlerin Frau Schlacke zukommen lässt, nur kurz. Als Zugbegleiter bei der Kommerzbahn, Detektiv in einem Supermarkt, Dolmetscher bei einem Staatsempfang, Aushilfe in einer Werbeagentur, Deutschlehrer für Ausländer - Gisbert hinterlässt bei seinen begeisterten Versuchen, alles hundertfünfzigprozentig zu erledigen, ein wahres Chaos und reichlich entnervte Arbeitgeber.

1998 ereignete sich auch Hape Kerkelings großartiges Comedy-Show-Comeback "Darüber lacht die Welt". Die Show schloss nicht nur hinsichtlich des großen Quotenerfolgs an "Total Normal" an, sondern auch insofern, als Hape sich hier wieder einmal unzähliger Tricks, Masken, Kostüme, falscher Zähne und Dialekte bediente, um prominente und weniger prominente Zeitgenossen hinters Licht zu führen. Unvergessen zum Beispiel das Gesicht der Moderatorin der TM3-Show "Leben und Wohnen", als Hape in der Larve eines norddeutschen Hypnotikers sein außer Kontrolle geratenes Medium, die dirndlbekleidete Frau Schöttler, vor laufenden Kameras recht unwirsch zurechtwies. Unvergessen auch die dicken Nudisten, die im englischen Garten andachtsvoll zu den von Nationaltrompeter Stefan Mross hervorgebrachten Tönen mitschunkelten. Unvergessen weiterhin Hapes Auftritt als resolute Politesse, die einen verdutzten Korrektparker erst schikanierte, dann aber in Tränen ausbrach ("Ich hab doch auch nur Nerven!") und von ihm zum Essen ausgeführt werden wollte.

2001 moderierte Kerkeling zusammen mit Anke Engelke die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, den er 2003 für die Moderation der im gleichen Jahr von RTL gesendete "70er Show" endlich überreicht bekam. In der "70er Show" erinnerte Hape an die Badekappenpflicht in deutschen Schwimmbädern, an Vadder Abraham und "das Lied der Schlümpfe", an Mark Spitz, "Daktari" und "Columbo" und sang mit Suzie Quatro und Howard Carpendale grandiose Duette. Und 2004 sah man Hape erneut im Kino, dieses Mal in der Komödie "Samba in Mettmann". Selbst der skandalöse Auftritt von Rosa von Praunheim, der 1991/92 Prominente - unter anderem eben auch Hape Kerkeling - als homosexuell outete, hat dem Ansehen des begnadeten Komikers nicht geschadet - und stören tut's auch keinen.

Für großes Aufsehen sorgt Hape Kerkeling seit 2006 mit seiner Kunstfigur Horst Schlämmer. Der rasende Reporter des Grevenbroicher Tageblatts verkörperte er bereits in zahlreichen TV-Shows und Werbespots. Für diese Rolle wurde Kerkeling mit den Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Außerdem erschien 2006 Kerkelings Bestseller "Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg", in dem er seine Erfahrungen auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela beschrieb. 2008 schließlich startete Kerkelings siebenteilige Comedyreihe "Hallo Taxi mit Hape Kerkeling", in der er als Taxifahrer Günther Warnke seine Fahrgäste verschaukelt, 2009 sah man ihn in der Komödie "Ein Mann, ein Fjord!" und für viel Medienrummel sorgte die Komödie "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" (ebenfalls 2009).


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