Gleich mehrfach sind Hanka Rackwitz und Jens Büchner an Tag 9 des RTL-Dschungelcamps aneinandergeraten. Wirklich besorgniserregend war aber der emotionale Ausbruch eines anderen Teilnehmers. Die meisten Mitglieder der "Familia Grande" liefen jedoch auch zur Halbzeit der 11. Staffel noch auf Sparflamme.

Eine gute Nachricht zu Beginn: Thomas Häßler lebt! Nach einer Woche körperlicher Anwesenheit im RTL-Dschungelcamp scheint er jetzt auch emotional im australischen Dschungel angekommen sein – zumindest kurzzeitig. Zu spüren bekam das ausgerechnet TV-Maklerin und Berufs-Phobikerin Hanka Rackwitz: Die hatte sich beim Essen gleich sechs Löffel aufgetan, und das gefiel dem Ex-Profifußballer so gar nicht. "Ich hab das genau gesehen", sagte Häßler, während Hanka beteuerte: "Das waren bloß dreieinhalb Löffel." Ein Blick in die Kameraaufnahmen zeigte dann zumindest den Fernsehzuschauern, dass Thomas Häßler näher dranlag. Hanka Rackwitz hatte es nämlich gewagt, ganze fünf Löffel in ihr Schälchen zu füllen.

Während Häßler anschließend wieder in seinen wachkomatösen Zustand zurückfiel, stand Rackwitz fast die gesamte Sendung über im Vordergrund: Wieder einmal ging es zum Beispiel um ihre Phobien, als Florian Wess versuchte, ihr einzureden, er habe in den Pool gepinkelt. Rackwitz: "Ehrlich?" Wess: "Nein, das war ein Scherz." Rackwitz: "Zu wie viel Prozent bist Du Dir sicher, nicht in das Becken gemacht zu haben?" Wess: "70 Prozent."

Große Männerleiden

Mit einem Camper kommt die TV-Maklerin allerdings überhaupt nicht klar: Mallorca-Reality-Star Jens Büchner. "Ich bin immer richtig unter Spannung, wenn der mir gegenüber sitzt", sagte sie, als Büchner, um der Nominierung zur Dschungelprüfung zu entgehen, wie bereits am Vortag sein verletztes Knie (Schürfwunde!) ins Feld führte. "Ich dachte, du hättest so ein schlechtes Gewissen, weil du gestern nicht dabei warst. Dann ist das heute doch genau das Richtige. Gestern gab es nur drei Sterne, Kinder, da geht noch was", sagte Hanka Rackwitz.

Jens Büchner schlug stattdessen vor, sie solle in die Prüfung gehen – was diese nur mit missbilligenden Blicken quittierte, um anschließend mit Kader Loth über das Verhalten von Büchner zu lästern. Als die TV-Maklerin dann auch noch beim Kochen das Abendessen der Camper völlig ruinierte, war sie sich sicher: "Da freut sich der Jens jetzt. Das ist für ihn ein innerer Reichsparteitag." Lästerschwester Kader Loth allerdings will keine Feindschaft zwischen Maklerin und Mallorca-Jens erkannt haben: "Komisch, dass mir das nicht so auffällt", sagte sie. Bildet sich Hanka Rackwitz das also am Ende doch auch nur so ein wie womöglich ihre Ängste?

Drei Sterne in der Dschungelprüfung

Trotz seines schlimmen Knies konnte sich Mallorca-Jens schließlich nicht vor der Dschungelprüfung drücken. Gemeinsam mit Marc Terenzi trat er zu dieser an. Beide mussten dabei jeweils auf einem Stahlseil über einer Schlucht auf dem Bauch balancieren, sich darüber ziehen und sich die je an ihrem Seil befestigten Sterne zuwerfen. Das gelang so semi-gut und scheiterte vor allem daran, dass Jens Büchner entweder die Balance nicht halten konnte und vom Seil fiel oder es nicht schaffte, Terenzi seine Sterne passgenau zuzuwerfen.

Am Ende holte das Duo zwei Sterne. Gefeiert wurde dafür im Camp vor allem Terenzi, der sich zu so etwas wie dem Dschungel-Traumschwiegersohn entwickelt hat, kocht, aufräumt, hilft, wo er kann. Mallorca-Jens dagegen schimpfte auf sein Gewicht und wendete sich nach der Prüfung in einer tränenreichen Ansprache an seine Familie, in der er seinen Kindern und seiner Frau dankte.

Camper auf Sparflamme

Während die Inszenierung des Streits zwischen Hanka und Jens zumindest ein bisschen Spannung in die Halbzeitsendung der diesjährigen Ausgabe von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" brachte, liefen die meisten Camper weiter auf Sparflamme. Nur halbherzig scheint sich beispielsweise eine Romanze zwischen Alexander "Honey" Keen und Gina-Lisa Lohfink anzubahnen. Die beiden brachten nach ihrer gemeinsamen Nacht mit Käse und Wein statt Stoff für echte Spekulationen nämlich bloß ein riesiges Straußenei und Gejammer ("Wir haben die ganze Nacht nicht geschlafen") mit. Und auch dass Sarah Joelle Jahnel nach ihrem Rausschmiss von der wie immer nackten Micaela Schäfer begrüßt wurde, machte die Sendung nicht viel interessanter.

Artisten! Menschen, die nicht an Gott glauben, sind Artisten!

Kurz vor Schluss wurde es dann nur noch einmal spannend, und zwar mit einem höchst besorgniserregenden Auftritt von Komiker Markus Majowski. Er wurde gemeinsam mit Kader Loth auf Schatzsuche geschickt. Dabei musste Loth Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten richtig beantworten und je nach gewählter Antwort eine Wasserbombe in das dazu passende Loch in einer Wand werfen. Dieses Loch wurde dann von Majowski aufgehalten, der an besagte Wand gefesselt war.

Wer nun meint zu erahnen, dass Frau Loth mit den Fragen nicht zurechtgekommen ist, irrt indes: Sie beantwortete tatsächlich alle Fragen richtig – auch wenn sie Atheisten als Artisten bezeichnete. Als sie dann aber nach der erfolgreichen Herausforderung Markus Majowski nicht schnell genug von seinen Fesseln befreite, bekam der einen Tobsuchtsanfall und forderte die Ranger aus dem Busch auf, ihn sofort abzubinden. "Mach mich sofort los, oder du kriegst eine Anzeige. Los, ich meine es ernst", brüllte er.

Zuschauer wählen Markus raus

Wenig sympathisch gab er anschließend im Interview Kader Loth die Schuld an der Misere: "Ich wurde mit etwas beworfen, das vermutlich Blut war, und die Frau hat das mit einer Wucht geworfen, die mich zerschmettert hat." Loth dagegen analysierte: "Das ist eine ganz dunkle Seite, die Markus da gezeigt hat." Dieser Ansicht waren wohl auch die Zuschauer und wählten den Komiker schließlich aus dem Camp.

In Kooperation mit RP ONLINE.