Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in die Tschoslowakei flieht Hannah 1969 mit ihrer Familie nach Deutschland. Schon im Asylantenheim beobachtet sie kuriose Szenen: Hier blüht der Schwarzmarkt und die Gier nach dem ersten "Playboy"-Heft. Nachdem der Vater eine Arbeit auf dem Bau findet, gewährt man der Familie auch Asyl. Nach der ersten Notunterkunft folgt bald die erste Wohnung. Dann verfällt die Mutter dem Kaufrausch der Konsumgesellschaft ...

Manchmal meint man, in einem Film des brillanten tschechischen Regisseurs Jiri Menzel zu sein. Doch es handelt sich um das bemerkenswerte Debüt vom Iva Svarcová, die auch das Drehbuch verfasste. Mit viel Witz wird hier dem schlitzohrigen Charakter der Böhmen gehuldigt. Aus der Perspektive der jugendlichen Hannah entwickelt sich der ganz eigene Blickwinkel auf das Land des Wirtschaftswunders. So entfalten sich dem Betrachter heiter-ironische Geschichten, die stimmungsvoll in Szene gesetzt sind.

Foto: Basis-Film