Ausgerechnet zur Fastenzeit kommt die hübsche Vianne mit ihrer Tochter in ein französisches Provinznest, um dort eine exquisite Chocolaterie zu eröffnen. Mit ihrem Charme und ihrer Herzlichkeit gelingt es ihr schnell, einige Kunden mit ihren Leckereien zu begeistern. Doch Vianne ist offensichtlich ein Freigeist und das missfällt vor allem dem Bürgermeister des Ortes. Der erweist sich als wahrer Moralapostel und sieht in Vianne das personifizierte Böse. Als sich die Schöne dann auch noch mit einem Zigeuner einlässt, ist für den Bürgermeister der Bogen überspannt ...

Regisseur Lasse Hallström beschäftigt sich wie schon in "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" oder "Gottes Werk und Teufels Beitrag" mit den Unzulänglichkeiten des Leben, hier allerdings - wie gleich die ersten Worte "Es war einmal..." klarmachen - in Form eines modernen Märchens. Dabei legt er großen Wert auf Begriffe wie Toleranz und Menschlichkeit. Mit sympathischen Darstellern, einer perfekten Umsetzung und nostalgischem Flair schafft es Hallström, das geneigte Publikum mit der Geschichte ebenso zu verzaubern wie dies der Protagonistin mit ihren Süßigkeiten gelingt. Wie bei einem Märchen üblich, erzielt Hallström aber nicht die Komplexität und Intensität wie bei den beiden genannten Werken. Trotzdem ist dies gute Unterhaltung, die 2001 immerhin für fünf Oscars nominiert wurde.

Foto: Universum