In Rückblicken erzählt Walter Friedrich von seinem bisherigen Leben und dem Tag, an dem dieses eine entscheidende Wende nahm: Der Tag, an dem er Hedwig Müller begegnet, die zum Studium in die Stadt zieht. Walter, der Hunger und Ausbeutung der Nachkriegsjahre erlebt hat und Menschen nur noch nach ihrer Großzügigkeit einordnet, findet in Hedwig zum ersten Mal einen Menschen, den er bedingungslos lieben kann ...

Regisseur Herbert Vesely setzte hier die 1955 entstandene Erzählung des Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Böll (1917-1985) in Szene. Mit fünf Bundesfilmpreisen ausgezeichnet und für die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes nominiert, gelang Vesely mit seinem Kinofilmdebüt in atmosphärisch dichten Schwarzweiß-Bildern eine experimentelles Zeitporträt mit guten Darstellern. Als Walter glänzt der junge Christian Doermer ("Kommissarin Lucas - Gierig", "Bismarck", "Jerry Cotton: Die Rechnung eiskalt serviert"), an seiner Seite ist die schöne Vera Tschechova zu sehen, die ebenso wie Vesely mit einem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde,



Foto: Deutsche Kinemathek