Nach hohen Aktienverlusten seiner Bank, herbeigeführt durch den Rivalen Alphonse Gunderman, ist der zwielichtige Spekulant Nicolas Saccard am Rande des Ruins. Seine Aktien steigen wieder, als er Falschmeldungen über den von ihm finanzierten Abenteuerflieger Jacques Hamelin verbreitet. Doch dessen Frau Line kommt Saccard auf die Spur und verklagt ihn wegen Aktienschwindels ...

Ein zeitloses Meisterwerk von Marcel L'Herbier ("Eldorado") nach dem gleichnamigen, 1891 erstmals erschienenen Roman von Emile Zola ("Nana", "Germinal"). Die Laufzeit von "Das Geld" betrug 1928 bei der Pressevorstellung ungefähr 200 Minuten, doch da sich Regisseur und Produzent immer schlechter verstanden, wurde das Drama gegen Ende der Postproduktion um mindestens eine halbe Stunde gekürzt. In der weiblichen Hauptrolle ist die aus Berlin stammende Schauspielerin Brigitte Helm (1906-1996) zu bewundern, die seit ihrer Rolle in Fritz Langs "Metropolis" (1925) ein Stummfilmstar war und sich schließlich 1935 von der Schauspielerei zurückzog und in die Schweiz emmigrierte. "Das Geld" war mit seiner herausragenden Bildsprache besonders in Deutschland ein groß Leinwanderfolg und Orson Welles zählte ihn später neben "Panzerkreuzer Potemkin" zu "den großen Meisterwerken der Stummfilmzeit".

Foto: arte F/carlotta films