Filmemacher Matteo Garrone ("Gamorra – Reise in das Reich der Camorra") widmet sich in seinem neuesten Film dem Märchengenre. Er erzählt nach drei Geschichten aus dem "Pentameron" des italienischen Schriftstellers Giambattista Basile, welcher schon die Gebrüder Grimm zu ihrem Märchenbuch inspirierte, und verknüpft geschickt Fantasy-, Märchen- und auch Horrorelemente zu einem bunten und dennoch düsteren Ganzen.

Garrone schickt namhafte Stars wie Salma Hayek ("Frida"), Vincent Cassel ("Die purpurnen Flüsse"), Toby Jones ("Die Tribute von Panem - The Hunger Games") und John C. Reilly ("Guardians of the Galaxy") in ein Kaleidoskop von skurrilen Geschichten.

Unter anderem geht es um eine Königin (Hayek), die unbedingt ein Kind bekommen möchte, einen König (Cassel), der sich in eine hässliche Frau mit herrlicher Stimme verliebt, oder auch die junge Fenizia (Jessie Cave), deren Vater nichts von einer Liebesheirat für seine Tochter, die Prinzessin, hält.

Nicht für Kinder

Wer bei einem Märchenfilm an "Schneewittchen", "Hänsel und Gretel" oder "Der Froschkönig" denkt, liegt hier völlig daneben. Hier geht es ganz schön zur Sache. Viel nackte Haut und blutige Szenen sorgen für einen gehörigen Gruselfaktor. Fans von erwachsenen Serien wie etwa "Game of Thrones" sind solche Anblicke ja schon gewohnt.

Den Film auf diese Effekte zu reduzieren, würde ihm aber nicht gerecht. Denkanstöße und schwierige Szenen sind in diesem "Cannes"-Teilnehmer von 2014 ausreichend präsent.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Das Märchen der Märchen":