Tiefe Nacht an der spanischen Küste. Jota, ein ehemaliger Rockmusiker Anfang dreißig, steht am Rand einer Klippe, um sich in die Tiefe zu stürzen. Da taucht plötzlich ein Motorrad auf, kommt von der Straße ab und schießt an ihm vorbei in die Tiefe. Der verhinderte Selbstmörder sieht, wie der Fahrer auf den Strand geschleudert wird. Er eilt hinunter, öffnet das Visier des Schutzhelms und sieht eine junge hübsche Frau. Zu seiner Überraschung ist sie körperlich unverletzt. Doch sie hat ihr Gedächtnis verloren. Auf dem Weg ins Krankenhaus kommt Jota auf eine Idee: Er erfindet eine neue Biographie für die Frau und nennt sie Lisa - in Anlehnung an seine Exfreundin Eli, mit der er auch in der Band Los Moscas zusammenspielte. Lisa habe die letzten vier Jahre mit ihm zusammengelebt. "Lisa" glaubt die Geschichte, und Jota hat auf einmal die Möglichkeit, sein eigenes Leben neu zu ordnen, denn mit Lisas Biographie ändert er auch seine eigene...

Die eigenwillige Liebesgeschichte über Leidenschaft und Romantik, Machismo und eine folgenschwere Lüge lebt vor allem von den skurrilen Einfälle, die für überraschende, witzige, melodramatische und rührselige Unterhaltung sorgen. Der 1958 geborene Regisseur Julio Medem ("Die Liebenden des Polarkreises", "Lucía und der Sex") drehte mit 18 Jahren seinen ersten Kurzfilm. Er studierte Medizin, schrieb Drehbücher und Filmkritiken. Nach zahlreichen Kurzfilmen kam 1991 sein erster abendfüllender Spielfilm in die Kinos: "Vacas - Kühe", der auf diversen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Rolle der Lisa verkörpert Emma Suárez, die 1991 an der Seite von Spaniens Superstar Antonio Banderas in dem Inzestdrama "Blutwind" auftrat. Auch Carmen-Darstellerin María Barranco stand mit Banderas vor der Kamera: in Pedro Almodóvars Kult-Komödien "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" (1987) und "Fessle mich!" (1989).

Foto: Kinowelt