Colonel Pembroke hat eine schwere militärische Niederlage verschuldet und ist als Soldat erledigt. Um sich zu rehabilitieren, rekrutiert er eine aus Galgenvögeln bestehende Truppe, mit der er das strategisch wichtige Fort Holman zurückerobern will, das durch seine Schuld in die Hände des Feindes gefallen ist. Die "Freiwilligen" sind von diesem Himmelfahrtskommando nicht begeistert, und so lügt Pembroke ihnen vor, das Fort berge einen Goldschatz. Doch bei der schwierigen Operation bemerken die Männer schnell, dass Pembroke ein persönliches Interesse an der Rückeroberung der Bergfestung hat.

Bevor Regisseur Tonino Valerii, einst Assistent des großen Sergio Leone, hierzulande mit seinem Kinohit "Mein Name ist Nobody" bekannt wurde, drehte er diesen typischen, weil recht zynischen Italowestern mit internationaler Besetzung. Habsucht, Tod und Rache sind die Hauptthemen dieses stillen und melancholischen Werks, das seinerzeit unter dem Titel "Sie verkaufen den Tod" in den Kinos lief. Warum aus dem Originaltitel - wörtlich übersetzt "Ein Grund zu leben, ein Grund zu sterben" - der dämliche wie einfallslose Titel "Der Dicke und das Warzenschwein" wurde, muss hier leider unbeantwortet bleiben.

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