Der kleine Bruno muss Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlassen. Sein Vater hat einen neuen Arbeitsplatz. Da Bruno mit dem Umzug auch seine Freunde verloren hat, will er in der neuen Heimat neue Freunde finden. Das Problem: Der Vater ist ein Nazioffizier, der in einem KZ arbeitet. Doch Bruno findet schließlich Gesellschaft jenseits des Stacheldrahtes, versteht aber nicht, wieso man hinter dem Zaun gestreifte Schlafanzüge trägt. Schließlich will Bruno auch so einen Schlafanzug haben – mit fatalen Folgen ...

Anders als es etwa Roberto Benigni in "Das Leben ist schön" zeigte, zieht hier Regisseur Mark Herman ("Purely Belter - Ticket für ein Jahr", "Little Voice", "Brassed off - Mit Pauken und Trompeten") zu Werke. Er schildert konsequent aus Kindersicht die Gräueltaten der Nazis. Dabei ist er nicht frei von vielen Klischees und moralischen Bildern, an denen man sich in anderer Form inzwischen leid gesehen hat. Wäre das Ganze weniger plakativ, hätte es ein Meisterwerk werden können.