Franz Ferdinand von und zu Donnersberg und sein bester Freund Max Drexel sind ein unschlagbares Team: Max kann alles, Franz Ferdinand kann alles verkaufen. Der junge Adlige sieht seine Zukunft in der Politik - mit Max als Ghostwriter an seiner Seite. Unter den strengen Augen seines Vaters Rochus geht Franz Ferdinand seinen Weg kontinuierlich nach oben, bis er an der Tür zum Kabinett der Kanzlerin klopft ...

Nach dem Drehbuch von Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön ("Frau Böhm sagt nein", "Der letzte schöne Tag") inszenierte Uwe Janson ("Laconia", "Die Schuld der Erben") diese prominent besetzte Politsatire um den Aufstieg und den Fall eines Politikers, die sich natürlich an die Lebensgeschichte des ehemaligen deutschen Bundesministers für Wirtschaft und Technologie und später für Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg, anlehnt. Dieser legte im März 2011 nach langem Zögern alle seine politischen Ämter nieder, nachdem ihm die Universität Bayreuth im Zuge der Plagiatsaffäre um seine Dissertation den Doktorgrad im Februar 2011 aberkannt hatte. Mindestens so lange, wie der Rücktritt des Cut-and-paste-Doktors andauerte, hatte sich der Drehstart von "Der Minister" hingezogen. Erste Pläne rund um die Verfilmung der Guttenberg-Affäre wurden bereits im November 2011 bekannt, doch erst im Juli 2012 wurde schließlich mit "Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin"- und "Heldt"-Darsteller Kai Schumann der Hauptdarsteller gefunden, nachdem zunächst Jan Josef Liefers für die Titelrolle gehandelt worden war. Zwar sind einige Ansätze überaus witzig und ungelungen, doch viel zu oft kommt die Komödie überzogen und überkandidelt daher.