Weil sie mit 16 auf dem Strich erwischt wurde, hat man Fanny von Amts wegen zu den Nonnen gesteckt. Bei ihnen lernt sie kochen, nähen und singen. Als sie volljährig ist, wird sie entlassen. Sie sucht Arbeit, aber schon der Ladenbesitzerin in ihrer kleinen niederbayerischen Heimatstadt, die zwar eine Hilfe braucht, ist Fanny zu bekannt. Als Fannys Bruder Peter und dessen Freund Harry sie bedrängen, sucht sie Schutz beim Rausschmeißer Frieder, der stark wie ein Bär und lieb ist. Seine überaus rabiate Hilfe bezahlt Fanny in ihrer alten Währung, zum letzten Mal, wie sie glaubt. Sie will nach München. Frieder hat Feuer gefangen und fährt ihr nach. Fanny verliert derweil ihre neue Arbeitsstelle in einem Supermarkt. Als sie Streit mit Nutten bekommt, erkennt deren Zuhälter, welchen Schatz er eingefangen hat. Frieder ist auf seiner Odyssee in der Psychiatrie gelandet, aus der er sich mit Brachialgewalt befreit und mit einem Mann flieht, der behauptet, Pater Roland zu sein. Mit einem alten Milchwagen suchen die beiden Fannys Spur und finden sie. Aber Fanny erkennt zu spät, dass Frieder ihre Chance und ihr Glück wäre...

Die traurige Geschichte einer unmöglichen Liebe, von Xaver Schwarzenberger ("Andreas Hofer") atmosphärisch dicht und ohne überflüssige Schnörkel in Szene gesetzt. In der weiblichen Hauptrolle überzeugt Claudia Messner, die im gleichen Jahr für Schwarzenberger das Familiendrama "Souterrain" drehte. 1987 stand Messner in dem Heimatfilm "Gewitter im Mai" erneut vor Schwarzenbergers Kamera.