Mathilde, 29 Jahre, befindet sich in einer Krise, die sie durch zwanghafte Ladendiebstähle und Ohnmachtsanfälle kompensiert. Ihr Mann, der Chirurg, glaubt, mit dem Ausstellen eines Rezeptes sei es getan. Aber Mathildes rätselhafter Zustand dauert an. Bei einer Party begegnet sie einem geheimnisvollen älteren Mann, der sich als Hypnosearzt entpuppt. In der ersten Séance findet er heraus, dass Mathilde beim ehelichen Sex nicht zum Orgasmus kommt. Er rät ihr, erst einmal das Bett umzustellen. Auch im übertragenen Sinn werden "Möbel verrückt": Unter dem Einfluss der Hypnose öffnet sich Mathilde ihrer Lebensgeschichte, geht Tabus an wie den rätselhaften Selbstmord ihres Vaters.

Benoît Jacquot gelang hier ein imposantes Wechselbad der Gefühle zwischen Komödie und Tragödie, Realität und Traum. Zuvor begeisterte Jacquot mit Filmen wie "Das einsame Mädchen" und "Die Entzauberte". Jacquot gehört, wie Jacques Doillon oder Philippe Garrel, zur ersten Generation französischer Filmemacher nach der Nouvelle Vague. In Deutschland ist er dagegen kaum bekannt.