1919/20. Die Tragödie des Kosaken Grigori Melechow treibt ihrem Ende zu. Grigori hat die Weißgardisten durchschaut und erkannt, dass es ein Lavieren zwischen Rot und Weiß nicht gibt. Diese Erkenntnis muss er mit dem Teuersten, das er besitzt, bezahlen: mit dem Leben Axinjas. Verzweifelt und des Kampfes müde, versucht der einst so stolze Kosak an seinem Sohn - das Einzige, was ihm blieb - Halt zu finden ...

Eines der größten und aufwendigsten Vorhaben des russischen Kinos in den Fünfzigerjahren. Nach der gleichnamigen Romantrilogie von Michail Scholochow entwarf Altmeister Sergej Gerassimow eine aktionsreiche, schauspielerisch beeindruckende Verfilmung, die von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in die frühen Zwanzigerjahre führt und das Schicksal eines einst wohlhabenden Kosakensohns beschreibt. Der Film, ein Werk voller stimmungsvoller Momente, zeigte zum ersten Mal das Leben und die soziale Situation der Kosaken - wenn auch ganz dem Geschichtskanon der Zeit verpflichtet.