Endlich Urlaub: Natalie ist dem kalten deutschen Winter entflohen und verbringt den Jahresübergang auf einer Kanarischen Insel. Ihr Freund Paul, der noch ein wichtiges Meeting hat, wird nachkommen. Natalies Urlaubsidylle wird jedoch jäh gestört, als ein Flüchtlingsboot am Strand festmacht. Unter den Flüchtlingen ist der Senegalese Zola mit seinem siebenjährigen Sohn Mamadou, mit denen Natalie spricht, bevor diese mit den anderen von der Polizei in ein Lager verfrachtet werden. Als Zola und seinem Sohn die Flucht gelingt, bitten sie Natalie um Hilfe - mit fatalen Auswirkungen ...

Grimme-Preis- und Deutsche-Filmpreis-Gewinnerin Maggie Peren ("Das Phantom", "kiss and run"), die ihre Karriere als Drehbuchautorin und Schauspielerin startete, legte mit diesem engagierten Drama nach der Komödie "Stellungswechsel" ihre zweite Kino-Regiearbeit vor, die sie erneut nach eigenem Drehbuch in Szene setzte. In "Die Farbe des Ozeans" lässt Peren zwei höchst unterschiedliche Welten aufeinander prallen: die der senegalesischen Flüchtlinge, die sich in Europa endlich den Traum von Freiheit erfüllen wollen, und die Welt der deutschen Wohlstandsbürgerin, die mutig und gegen alle Widerstände helfen will. In der Hauptrolle der hilfsbereiten Mitteleuropäerin zeigt Sabine Timoteo eine solide darstellerische Leistung, ebenso wie Houbert Koundé ("Lola liebt's schwarzweiß", "Hass", "Der ewige Gärtner") als leidgeprüfter Vater und Flüchtling. Ein wichtiges, wenn auch nicht einfaches Werk, in dem der Beziehungskonflikt der beiden Hauptdarsteller Timoteo und Mücke ein wenig aufgesetzt und damit deplatziert erscheint.



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