Tja, so fies und finster ging es zu im alten Ägypten: Da meuchelt der Hohepriester Imhotep aus Liebe zur Geliebten des Pharao seinen Herren, die Geliebte begeht Selbstmord. Und Imhotep wird samt treuer Priesterschar bei lebendigem Leibe mumifiziert und mit einem furchtbaren Fluch belegt. 1923 indes - über 3000 Jahre später - will eine Gruppe von Abenteurern unter der Führung des Legionärs Rick O'Connell die Schätze der lang gesuchten Totenstadt Hamunaptra finden. Doch statt dessen erweckt man den rachdürstigen Imhotep ...

Endlich mal wieder ein grandioser Mix aus Horroraction und Abenteuerstreifen, der mit ähnlich gelagerten Filmen wie der "Jäger des verlorenen Schatzes"-Trilogie durchaus mithalten kann. Hier stimmt einfach alles: die Tricks – schließlich waren hier die Techniker von George Lucas' renommierter Firma "Industrial Light & Magic" am Werke –, die Schauspieler, das spaßig-gruselige Drehbuch und die wunderbare Fotografie. Regisseur Stephen Sommers ("Das Dschungelbuch", "Octalus - Der Tod aus der Tiefe") vermischte gekonnt Abenteuer, Komödie, Action und Romantik mit ein wenig Horror. 1933 drehte Kamera-Legende Karl Freund übrigens eine Version der Story, in der Horror-Legende Boris Karloff ("Frankenstein") den sinistren Imhotep spielte. Anfang der Sechzigerjahre versuchten dann die renommierten englischen Hammer-Studios ihr Glück und ließen "Dracula"-Darsteller Christopher Lee in Mullbinden wickeln. 2001 drehte Sommers auch die weniger gelungene Fortsetzung "Die Mumie kehrt zurück" und noch schlechter war der Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers aus dem Jahr 2008.

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