Micha und Sabine sind seit über 20 Jahren zusammen und haben drei Kinder. Als sie mit dem plötzlichen Tod eines guten Freundes konfrontiert werden, beginnt bei ihnen ein Prozess, in dem sie ihre jetzige Situation auf die Träume ihrer Jugend hin überprüfen. Micha hat eine Tischlerei. Sabine, gelernte Krankenschwester, würde gerne wieder in den Beruf einsteigen. Doch die Betreuung ihres Nesthäkchens würde ihr Gehalt als Krankenschwester gänzlich verschlucken, deshalb bleibt sie lieber zu Hause und versorgt ihre Familie. Zum Begräbnis des alten Freundes kommt ein alter Schulfreund aus Costa Rica zu Besuch und schwärmt ihnen von diesem Land vor, in dem man sein Glück noch ohne Gängelung von oben machen könne. Langsam wächst der Plan in ihnen. Sie wollen auswandern und ihren Kindern eine Zukunft bieten, die nicht so düster aussieht wie hier. Die Vorbereitung auf dieses Abenteuer wirft aber größere Probleme auf...

Nach dem Drehbuch von Britta Stöckle drehte René Heisig eine sensible Mischung aus Komödie und Drama. Dabei überraschen vor allem die feinfühlig gezeichneten Figuren, die von den Darstellern brillant interpretiert werden. Heisig, sonst eher als Krimi-Routinier bekannt ("Alma ermittelt - Tango und Tod", "Tatort - Hexentanz", knüpft hier an seine gekonnten Komödien-Regiearbeiten wie "Für die Liebe ist es nie zu spät" und "Vater werden ist nicht schwer ..." an. Mit Drehbuchautorin Stöckle verwirklichte Heisig übrigens 2002 schon das Familiendrama "Geht nicht gibt's nicht".