An einer Autoraststätte treffen zwei Männer aufeinander: Georges aus Paris, der eigentlich weiter muss, wegen einer Autopanne aber nicht kann und Serge, der Mechaniker aus dem Jura, der hilft und wortlos Georges Wagen untersucht. Serge nimmt den Großstädter mit zu seiner Werkstatt inmitten der Wälder des Jura. Er backt ein Omelett und bereitet Georges ein Schlaflager. Vom Auto redet er nicht mehr und Georges traut sich nicht zu fragen. Es folgt ein dreitägiges Hin und Her, währenddessen sich die "Helden" näherkommen, außer Atem nach ihrem Abenteuer, so nah, dass es sie aufwärmt, wie die Phantome, denen sie begegnen und die so sind wie sie, unterwegs, auf halbem Weg...

Die wortkargen Charaktere des Films korrespondieren mit der rauen, scheinbar unbezwingbaren Wald- und Felsenlandschaft des Jura, in dem Jean-François Stévenin die Geschichte seines Films ansiedelt. "Die Waldläufer", in dem es Spannung ohne Polizisten, Liebe ohne Umarmung gibt, ist Jean-François Stévenins Regiedebüt. Zuvor hatte Stévenin schon in allen Bereichen der Filmproduktion gearbeitet - vom Techniker bis zum Regieassistenten. Als Schauspieler kennt man den kleinen, kampflustigen Mann mit den wenigen Haaren aus Filmen von François Truffaut, Jacques Rivette, André Téchiné, Bertrand Blier und Eric Rochant.