Am Tage vollführt Driver gefährliche Auto-Stunts für Hollywoodfilme, und nachts fährt der schweigsame Einzelgänger Fluchtfahrzeuge im Auftrag schwerer Jungs. Als er aber Gefühle für seine nette Nachbarin, die alleinerziehende Irene, entwickelt, wird auch er verletzbar. Heikel wird es, als zudem Irenes Ehemann aus dem Knast entlassen wird und Driver zu vermeintlich leichten Überfall überreden kann. Das Unternehmen läuft völlig aus dem Ruder und die Jagd auf Driver wird eröffnet ...

Für US-Verhältnisse ist dies sicherlich ein ungewöhnlicher Streifen. Ryan Gosling überzeugt auch unter der Regie von Nicolas Winding Refn ("Bronson", "Walhalla Rising", "Pusher") und porträtiert den stillen Außenseiter mit Bravour. Weit entfernt von Actionkino eines Michael Bay oder Produzent Joel Silver, versteht sich Refn als Europäer offenbar auch eher in der Tradition hiesiger Filmemacher und erzählt – leider nicht ohne Längen und einigen Unzulänglichkeiten – eine ungewöhnliche und packende Geschichte. Inhaltlich erinnert das Actiondrama an Walter Hills Actioner "Driver" mit Ryan O'Neal.