Einen schlechteren Tag hätte der alte Edmund "Mundl" Sackbauer, der kurz vor seinem 80. Geburtstag steht, nicht erwischen können: Sein geliebtes Kleingartenhäusel im Schrebergarten muss abgerissen werden, da dort eine Autobahn gebaut wird. Also zieht er sich auf seine Loggia im 14. Stock des 20-stöckigen Gemeindebaus aus den Siebzigerjahren zurück, wo er mit seiner Frau Toni seit langer Zeit lebt. Doch das ist nicht die einzige Sache, die den Grantler Mundl an diesem Tag aufregt, denn da sind noch Kinder und Enkel, über deren Probleme er sich den Kopf zerbricht ...

Nach Heimatfilmen wie "Da wo die Berge sind" und "Da wo die Liebe wohnt" drehte der Wiener Regisseur Kurt Ockermüller diese witzige wie kautzige Tragikomödie mit dem Wiener Charakterdarsteller Karl Merkatz ("Der Bockerer"), der die Figur des Edmund "Mundl" Sackbauer bereits in der erfolgreichen 24-teiligen TV-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" (1975-1979) verkörperte. Ockermüller verfilmte hier mit einem Teil der alten TV-Besetzung das Drehbuch des erfolgreichen österreichischen Autors Ernst Hinterberger ("Trautmann", "Kaisermühlen- Blues"). Der schrieb bereits die Serienvorlagen, stellte sich in seinen Arbeiten immer auf die Seite der sozial Schwachen, und gilt heute als Chronist der kleinen Leute.

Foto: ThimFilm (Barnsteiner)