Ins Gefängnis einer südamerikanischen Kleinstadt werden politische Häftlinge überstellt. Die Bürger sind betroffen, als sie erfahren, dass die Gefangenen gefoltert wurden. Einige bilden ein Hilfskomitee, die Gräueltaten des Militärregimes geraten mehr und mehr an die Öffentlichkeit. Empört solidarisieren sich die Bürger zum aktiven Widerstand. Daraufhin dehnt das Regime seinen Terror auf die ganze Stadt aus...

Lilienthals Filme sind oft in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Schriftsteller, Regisseur und Diplomaten Antonio Skármeta entstanden und haben in den 70er Jahren das Genre des sozialpolitischen Films geprägt. Schonungslos entlarvt Lilienthal hier die Mechanismen der Diktatur. "Es herrscht Ruhe im Land" verzichtet dabei auf billige Schockeffekte und hohles Pathos und bezieht seine Eindringlichkeit allein aus der Kraft seiner Bilder. Das Politdrama wurde 1976 mit dem höchsten deutschen Bundesfilmpreis, der Goldenen Schale, und mit dem Preis der Deutschen Filmkritik 1975 ausgezeichnet.