Georg Elser, ein Einzelgänger, hatte am 8. November 1939 versucht, Hitler mit einer Bombe im Münchner Bürgerbräukeller zu töten. Der Anschlag misslang, wenig später wurde der Attentäter verhaftet. Elser verschwand im Konzentrationslager. Der Prozess gegen ihn wurde verschleppt. 1945, gegen Ende des Krieges wurde Georg Elser von den Wärtern ermordet.

Klaus Maria Brandauer holte den stillen Helden 1989 aus der Vergessenheit. Er schlüpfte selbst in die Titelrolle und zeichnete den Weg des schwäbischen Schreiners vom unpolitischen Bürger zum Widerstandskämpfer. Ein eindringlicher Film, der sich aber dennoch den Vorwurf gefallen lassen musste, er bediene sich zu vieler Klischees. Die deutsch-amerikanische Koproduktion wurde in englischer Sprache in München und Budapest gedreht. Die Synchronisation ins Deutsche konnte die Oberflächlichkeit der Dialoge nicht kaschieren. Trotzdem ist es Klaus Maria Brandauer gelungen, die mutige Tat des in Vergessenheit geratenen Attentäters zu würdigen und ihm ein filmisches Denkmal zu setzen.

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