Der Film schildert die Rettungstat eines jungen britischen Börsenmaklers, der 1939, vor Kriegsbeginn, in Prag fünf Sonderzüge organisierte, um jüdische Kinder zu Gastfamilien auf die Insel zu bringen. Damit rettete er 669 Kinder vor dem Terror der Nazis und dem Tod im Konzentrationslager.

Diese spektakuläre Rettungsaktion verbindet Regisseur Matej Minác mit einer fiktiven Geschichte zu seinem vielfach auf Filmfestivals prämierten Politdrama. Der Brite Nicholas Winton, der um sein selbstloses Eingreifen kein Aufheben machte, aber wie Oskar Schindler oder Raoul Wallenberg viele Leben rettete, wollte 1938 in der Schweiz Winterurlaub machen. Ein Freund überredete ihn jedoch zur Mitwirkung bei den Hilfsaktionen für die Flüchtlinge. Winton eröffnete in Prag ein Büro und erarbeitete eine Liste von betroffenen Kindern. Der erste Zug verließ im Mai 1939 den Prager Hauptbahnhof. Am 1. September verhinderte der Kriegsbeginn eine weitere Fahrt.

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