Der Taliban Mohammed irrt in Afghanistan in einem Labyrinth unterirdischer Höhlengänge umher. Er geht nicht mutwillig auf Konfrontationskurs mit seinem militärischen Gegner, doch bleibt ihm am Ende keine Wahl, als auf die US-Soldaten zu schießen, die ihm nachstellen. Die anschließende Festnahme wird wie alltägliche Routinearbeit geschildert, auffallend kalt und emotionslos, so auch die gesamte erkennungsdienstliche Prozedur: Kahlrasur, Uniformierung mit einem Overall in grellem Orange, Verhör und sogar Folter durch die GIs. Gleich einem Objekt erfasst und kategorisiert, begreift Mohammed nicht wirklich, wie ihm geschieht. Ohne Handlungsalternativen lässt er scheinbar apathisch alle Torturen über sich ergehen. Rein zufällig bietet sich ihm eine Gelegenheit, aus der straff organisierten Verfrachtung auszubrechen: Der Kleintransporter, der ihn und andere Häftlinge in ein Militärlager bringen soll, kommt von der Fahrbahn ab und ermöglicht so die Flucht. Es herrscht tiefste Nacht, als sich der an Händen und Füßen gefesselte Mohammed in einem verschneiten Wald irgendwo im Nordosten Europas wiederfindet. Inmitten der erbarmungslosen Natur keimt der Überlebenswille des Flüchtlings auf. Die Folge von Gewaltakten setzt sich fort in knietiefem Schnee. Bis zum Ende seiner Flucht wird Mohammed blind von seinen Instinkten getrieben und hinterlässt eine Schneise von Tod und Zerstörung - Spuren eines Mannes im nackten Überlebenskampf.