Die Frau von Security Guard Harry wurde ermordet und nicht einmal die Polizei weiß warum. Gequält von seinem schweren Verlust macht sich Harry selber auf die Suche nach dem Täter. Immer wieder sieht er sich erfolglos die Aufnahmen der Überwachungskameras des Einkaufszentrums an, in dem sie ermordet wurde. Eine Spur führt ihn plötzlich nach Montana, wo seine Fragen bei den Anwohnern für Unruhe sorgen. Doch Harry gibt nicht auf, bevor er den Grund für den Tod seiner Frau weiß ...

Nach dem großen Erfolg seines Regiedebüts "Pusher" inszenierte der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn diesen nicht sonderlich einfallsreichen Thriller nach einem Drehbuch, das er zusammen mit Hubert Selby jr. ("Letzte Ausfahrt Brooklyn", "Requiem for a Dream") in Szene setzte. In teilweise surrealen Bildern lässt der Däne seinen Protagonisten Harry alias John Turturro von der Leine, um den Mörder der ermordeten Ehefrau zu finden. Filmisch ist dies auch gar nicht schlecht gemacht, die Bilder von Kamermann Larry Smith schaffen eine bedrohliche Stimmung, die durch den Sound (u.a. von Ex-Roxy-Music-Mitglied Brian Eno) noch verstärkt werden. Allerdings versucht Refn nach gelungenem Beginn zu viele Nebenplots aufzubauen undf falsche Fährten zu legen, was dem Hauptplot nicht gerade förderlich ist. Von Turturro hat man bereits bessere schauspielerische Leistungen gesehen und das Finale lässt den Zuschauer doch recht unbefriedigt zurück.

Foto: ZDF/Rolf Konow