Varietébesitzer Danglard herrscht über den Montmartre der Belle Epoque. Als Gründer der Theater "Paravent Chinois" und "Reine Blanche", in dem seine Mätresse Belle Abbesse auftritt, hat er das Vertrauen der Geldgeber. Als er eines Tages auf den Anhöhen von Montmartre der jungen Wäscherin Nini begegnet, kommt ihm die Idee, den Cancan, einen längst aus der Mode gekommenen Tanz, wieder aufleben zu lassen. Trotz der Missgunst und Niedertracht der anderen verhilft die begabte, temperamentvolle Nini dem French Cancan bei der Eröffnung des Moulin Rouge zum Triumph...

Die Handlung ist hier Nebensache, denn Jean Renoir machte in seiner Komödie die Ausstattung zur Hauptattraktion. "French Cancan" zählt zu den Höhepunkten im Schaffen von Renoir, der hier nach "Nachtasyl", "Die große Illusion" und "Bestie Mensch" das vierte und letzte Mal mit Jean Gabin, dessen Eltern ebenfalls Varietékünstler waren, zusammen arbeitete. Einstellung und Farbgestaltung mancher Szenen tragen impressionistische Züge und erinnern an die Bilder von Auguste Renoir, Edgar Degas und Henri Toulouse-Lautrec. Szenen wie der Ball im Varieté "Reine Blanche", die Szene im Hinterzimmer des Ladens, in dem sich Nini zum ersten Mal dem kleinen Bäcker hingibt, und die Liebeserklärung von Prinz Alexander an den Montmartre zeugen vom Talent Jean Renoirs. Der Rhythmus, die Kostüme der Tänzerinnen und die technische Perfektion zeichnen den Film aus. Achten Sie auf Michel Piccoli in einer seiner ersten Rollen