Gilles und Marion sind ein Paar - oder besser, sie waren eines. Ihre Beziehung, die einst mit dem ersten romantischen Treffen begann, mündete danach in die Hochzeit und der Geburt des Kindes. Ein Treffen mit Freunden deckt das Scheitern der Ehe auf, die schließlich mit der Scheidung endet.

Der französische Regisseur François Ozon glänzte unter anderem mit Werken wie "Swimming Pool" und "Unter dem Sand", lediglich "8 Frauen" konnte uns entgegen der vorherrschenden Kritikermeinung nicht überzeugen. Mit "Fünf mal Zwei" legt er nun ein ungewöhnliches Drama vor, denn er beginnt seinen Film mit dem Ende der Ehe und erzählt rückwärts zum Anfang zurück. Das hat was, die fünf wichtigsten Momente im Leben des Paares - Glück, Trauer, Liebe, Leid und Hoffnung - werden förmlich greifbar, auch wenn die Umsetzung mitunter etwas zäh ausgefallen ist. Ozon gelingt es vor allen Dingen nicht, sich wirklich für seine Protagonisten zu interessieren. Überragend ist jedoch die großartig aufspielende Valeria Bruni-Tedeschi. Die Italienerin zeigte bereits mit starken Auftritten in qualitativ so unterschiedlichen Filmen wie "Milch der Zärtlichkeit" (2001), "Liebe in Zeiten der Arbeitslosigkeit" (1999), "Die Farbe der Lüge" und "Wer mich liebt, nimmt den Zug" (beide 1998), dass sie zu den besten ihres Fachs gehört.

Foto: Prokino (Fox)