Am liebsten sitzt der Witwer und Ex-Marine-Kämpfer Harry Brown im Pub und vertreibt sich die Zeit bei einer Partie Schach mit seinem alten Freund Leonard Attwell. Als dieser von den Mitgliedern einer Jugendgang brutal erschlagen wird, ist Browns Geduld am Ende. Er beschließt, in seinem Viertel mit der Banden-Kriminalität aufzuräumen. Schon bald häufen sich die ungeklärten Todesfälle und die ermittelnde Polizistin D.I. Alice Frampton ahnt schon bald, dass Harry Brown das Recht in die eigenen Hände genommen hat ...

Langfilm-Debütant Daniel Barber inszenierte seinen harten Mix aus Selbstjustiz-Thriller und Drama in der Tradition von Werken wie "Ein Mann sieht rot" oder "Gran Torino". Angesiedelt in einem sozialen Problemviertel, in dem die Bevölkerung unter den Schikanen und der Gewaltbereitschaft krimineller Jugendbanden zu leiden hat, fand Barber in Michael Caine die Idealbesetzung für die Rolle des alten Marine-Kämpfers, der sich nicht mehr mit den Zuständen in seinem Viertel abfinden will. Wie sich Caine vom schon etwas zittrigen Schachlieberhaber zum gnadenloser Einzelkämpfer verwandelt, ist zwar etwas weit hergeholt, doch einmal mehr weiß der Charakterdarsteller zu überzeugen. Da stört es auch nicht weiter, wenn das Finale etwas unwahrscheinlich daher kommt.



Foto: Ascot Elite