In beinahe 4.000 Metern Höhe, inmitten einer kargen Felslandschaft, liegt das Dorf Sking, eines der abgelegensten in der Himalaya-Region Zanskar in Nordindien. Die Einwohner leben ausschließlich von der Landwirtschaft. Vor Beginn des langen Winters lagern sie die Ernte ein, die sie in den kurzen Sommern erwirtschaftet haben und die für das ganze Jahr reichen muss. Dafür sind in erster Linie die Frauen zuständig, die von frühester Jugend bis ins hohe Alter und Tag für Tag unermüdlich arbeiten, um dem Winter zuvorzukommen. Die junge Ethnologin Marianne Chaud, die die Sprache der Region fließend beherrscht, filmt mit subjektiver Kamera während der Erntezeit im Dorf der Frauen. Das Filmteam nimmt am Alltag von vier Frauengenerationen teil, die froh sind, im Sommer unter sich zu sein. Es entsteht ein gefühlvoll-poetisches Bild ihres Lebens. Die Frauen teilen Sorgen und Einsamkeit, erfreuen sich am Spiel der Jüngsten und stehen der Dorfältesten in ihren letzten Stunden zur Seite. Ihre Natürlichkeit, ihre Weisheit, ihr Lächeln, ihr ganzes Wesen ziehen den Zuschauer in ihren Bann und verdeutlichen das Wesentliche der menschlichen Existenz.