Tomek ist ein typischer polnischer Junge, der unweit der deutsch-polnischen Grenze wohnt. Da er fasziniert von der Sternenwelt ist, träumt er lieber, als beim Vater in der Fußballmannschaft zu trainieren. In dem deutschen pensionierten Lehrer Weber findet er endlich jemanden, der seine Träume versteht und ihm sogar in einem ehemaligen Grenzturm eine Sternwarte errichten will. Doch leider fehlt das nötige Geld für ein Teleskop. Dann lernt Tomek die etwa gleich alte Marta kennen und driftet dadurch in ein Universum, dass ihn die Sterne vergessen lässt. So gerät er allerdings auch in die Scheinwelt des Discoflimmers, die ihn schließlich sogar in einen Strudel aus Gewalt und Prostitution zieht ...

Ein ungewöhnlicher Film über das harte Los des Erwachsenwerdens. Denn was wie ein typischer Teenager-Liebesfilm beginnt, wird zu einer derben Gegenwartsbeschreibung, einer harten Sozialstudie über den Verlust der Kindheit, der Reiz und die Macht des Geldes und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Niedergang. Und dies speziell an der deutsch-polnischen Grenze, die für ihren Sextourismus bekannt ist. Filmtechnisch allerdings hätte das Ganze einen feineren Schliff verdient gehabt.



Foto: Salzgeber