Privatdetektiv und Drogenfreund Larry "Doc" Sportello genießt sein Leben im sonnigen Los Angeles des Jahres 1970 halbwegs. Als eines Abends seine Ex-Freundin Shasta, die er immer noch liebt, vor ihm steht, traut er zunächst seinen drogengetrübten Augen nicht.

Sie erzählt ihm eine ungeheuerliche Geschichte: Sie hat eine Affäre mit dem milliardenschweren Baulöwen Mickey Wolfmann. Dessen Frau jedoch plant gemeinsam mit ihrem Liebhaber, Mickey zu entführen und in eine psychiatrische Anstalt unterzubringen.

Sportello hat mit seinen Recherchen nicht mal angefangen, da verschwindet der Bauherr tatsächlich von der Bildfläche. Doch damit genug: Bei der Aufklärung des Falles gerät der Hippie-Detektiv immer wieder an seinen Erzrivalen und Ex-Polizeikollegen Christian "Bigfoot" Bjornsen ...

Romanvorlage von Thomas Pynchon

Filmemacher Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights", "Magnolia", "There Will Be Blood" und zuletzt das eigenwillige Sekten-Drama "The Master") ist für seine kantigen Werke jenseits des Mainstreams bekannt. So wundert es nicht, dass er sich einen Roman von Thomas Pynchon vorgenommen hat und die rauschhafte Zeit um 1970 hier heraufbeschwört.

Hauptdarsteller Joaquin Phoenix agiert wie Marlowe auf Drogen und auch die Regie wirkt oft so, als hätte Anderson Raymond Chandlers "The Big Sleep" allzu wörtlich genommen.

Zu Sirup-mäßig

Trotz vieler starker Szenen, tröpfelt das Ganze dann doch zu Sirup-mäßig vor sich hin, um wirklich zu packen. Zumal sich Anderson auch zu wenig einfallen lässt, um mit starken Bildern die Drehbuchschwächen wett zu machen.

Dennoch: immerhin bietet dieser meist satirisch-humoristische wie mitunter recht wirre Drogen-Trip viele gute und witzige Momente.