An einem ereignisreichen Tag am Magnolia-Boulevard von San Fernando Valley kreuzen sich schicksalhaft die Wege von neun Personen. Linda etwa hat Probleme mit dem bevorstehenden Tod ihres Mannes Earl. Der wiederum will unbedingt noch seinen verlorenen Sohn, einen dubiosen Sex-Guru, wiedersehen ...

Dass es massenweise Frösche regnet, ist nicht die einzige skurrile Szene des Films, aber zweifellos der Höhepunkt. Mit bemerkenswerten Bildern und brillanten Darsteller-Leistungen – Tom Cruise bekam für seine Rolle einen Golden Globe – zeichnet Regisseur Paul Thomas Anderson ("There Will Be Blood", "Boogie Nights") ein kurioses, Zufall bestimmtes Gesellschaftsbild fernab der üblichen Hollywood-Klischees, das in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde und für drei Oscars (Cruise als bester Nebendarsteller, Aimee Mann für den besten Song und Anderson für das beste Drehbuch) nominiert war. Nur gut, dass die Jury Scientology-Anhänger Cruise für seinen bedenklichen Auftritt als Sex-Guru den Oscar nicht verlieh, sondern den großen Michael Caine für seine Rolle in "Gottes Werk und Teufels Beitrag" auszeichnete. Allerdings haben sich hier und da einige Längen eingeschlichen - bei über drei Stunden Spielzeit ist dies aber kein Wunder.  

Foto: Kinowelt