Die Studentin Chaja lebt Anfang der 70er Jahre von Gelegenheitsjobs. Deshalb nimmt sie auch den Kindermädchen- und Haushälterinjob bei der chassidischen (orthodoxe Juden) Familie Kalman an. Hier hat es ihr vor allem der fünfjährige Spross der Familie angetan. Allmählich kommt Chaja auch dahinter, warum der Kopf der Familie so verschlossen und reserviert ist. Außerdem hofft Chajas Vater immer noch, seine Koffer, die er während seiner Flucht im Zweiten Weltkrieg vergrub, wiederzufinden...

Mit seinem Regiedebüt beschert uns der niederländische Schauspieler, Autor und Künstler Jeroen Krabbé ein sensibles Bild der jüdischen Gesellschaft in den Niederlanden Anfang der 70er Jahre, die immer noch an den Gräueln des Holocausts leidet. Das Drehbuch schrieb Krabbés Kollege und Freund Edwin de Vries, mit dem der Regisseur bei Filmen wie Paul Verhoevens "Soldaat van Oranje" oder Ate De Jongs "Im Schatten des Sieges" gemeinsam vor der Kamera stand. Regisseur und Freund Ate De Jong ("Der Flug der Brachvögel") war übrigens ausführender Produzent.