Gerade während der Hochzeitszeremonie macht Gangster Bill die Gesellschaft nieder und jagt der Braut eine Kugel in den Kopf. Doch die überlebt und erwacht nach über vier Jahren aus dem Koma. Fortan kennt sie nur ein Ziel: Rache an Bill und seinen vier Helfern ...

Lange hat es gedauert, bis Quentin Tarantino als Autor und Regisseur auf die Leinwand zurückgekommen ist. Das Warten hat sich nicht gelohnt: Sein viertes Regiewerk beschränkt sich auf die kurze Inhaltsangabe. Ansonsten wird nur ohne Sinn und Verstand wild abgemetzelt. Dass Tarantino eine Vorliebe für Blutorgien hat, wusste man bereits durch Filme wie sein Debüt "Reservoir Dogs" oder Drehbucharbeiten wie "From Dusk till Dawn" und "True Romance". Dass er sich aber nun offenbar an Blutbädern ergötzt, wirkt abschreckend und in keiner Weise unterhaltend. Ist es denn lustig, wenn hier Köpfe rollen, da Arme und Beine abgehackt werden und Blut gleich fässerweise spritzt? Filmisch ist das Ganze durchaus gekonnt in Szene gesetzt und Tarantino lässt hier auch seiner Vorliebe zu Martial-Arts-Filmen überdeutlich erkennen, doch inhaltlich ist dies ein widerliches Machwerk, dass fehlgeleiteten Jugendlichen noch als Vorbild dienen könnte - auch wenn der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Zusätzliches Ärgernis: Der Film hört mittendrin auf, damit in der Kill Bill - Volume 2 muntert weiter gemordet werden kann.

Foto: Kinowelt