Japan, 17. Jahrhundert: Itto Ogami, oberster Scharfrichter der Shaolin, wird das Opfer einer Intrige des Yagyu-Cans, der Ogamis gesamte Familie ausrotten lässt. Nur er und sein kleiner Sohn Daigoro überleben das Massaker. Ogami nennt sich von nun an "okami" (Wolf) und hat nur noch seine Rache im Sinn. Gemeinsam mit seinem Sohn wandert er auf dem "meifumado", dem weißen Pfad der Hölle, und verdient sein Geld als Profikiller. Aber der Yagyu-Clan will auch die beiden tot sehen. Deshalb hat er eine Gruppe von Mörderinnen beauftragt, Itto Ogami zu finden und zu ermorden. Der hingegen hat von einem mysteriösen Auftraggeber die Weisung erhalten, drei Männer zu töten, die allesamt Meister exzentrischer Kampfstile sind ...

Nach den "Lone Wolf & Cub"-Mangas von Autor Kazuo Koike und Zeichner Goseki Kojima, die von 1970 bis 1976 als Fortsetzungskapitel in einem japanischen Manga-Magazin erschienen, drehte Regisseur Kenji Misumi diesen Actionfilm, der gleichzeitig der Auftakt zu einer sechsteiligen Filmreihe um den Kämpfer auf Rachefeldzug war. Misumi verbindet in seiner Regiearbeit spektakulär choreografierte und recht krasse wie blutige Kampfszenen mit außergewöhnlichen Landschaftsaufnahmen. In der Hauptrolle des Kämpfers Okami glänzt Tomisaburo Wakayama, der hierzulande durch seinen Auftritt in Ridley Scotts Actionfilm "Black Rain" bekannt wurde. In seiner Bildsprache des Bluts und mit dem präzisen Timing der Schwertkämpfe begeistert und beeinflusst "Okami" Fans und Filmschaffende, so etwa Quentin Tarantino, bis heute.

Foto: ARD