Irgendwo in der französischen Provinz geht in dem Örtchen Malevil das Leben seinen geregelten Gang. Gerade redet man mit dem Bürgermeister in dessen Weinkeller über die anstehende Straßenbeleuchtung, als völlig unerwartet nach einem Lichtblitz der atomare Fallout beginnt. Als der Sturm vorüber ist, leben die Menschen im Weinkeller noch, doch um sie herum ist alles zerstört. Fortan beginnt ein entbehrungsreiche Zeit in einer verstrahlten Trümmerlandschaft. Als man fernab des ehemaligen Dorfes auf eine weitere Gruppe von Überlebenden trifft, stellt man fest, dass dort seltsame Regeln herrschen...

Mit diesem Endzeit-Drama entwarf Christian de Chalonge ein ungewöhnliches wie beängstigendes Szenario: die Welt ist düster und kaputt, nahezu der Menschlichkeit beraubt. Während in der einen Gruppe Überlebender geredet wird, herrschen in der anderen menschenunwürdige Zustände. Hier wurde die Menschheit offenbar in steinzeitähnliche Verhältnisse zurückkatapultiert. Hier warnt Christian de Chalonge nicht nur vor einer möglichen atomaren Katastrophe, sondern auch vor religiösem Fanatismus und dem Verlust der Menschlichkeit.

Foto: AL!VE (Ostalgica)