Januar 1917: Weil sie sich angeblich alle selbst verstümmelt haben, um dem Schlachtfeld zu entgehen, werden fünf französische Soldaten zum Tode verurteilt und nahezu ohne Überlebenschance zwischen die Schützengräben geschickt. Einer der Fünf ist der junge Manech. Dessen Verlobte Mathilde will lange nach Kriegsende nicht glauben, dass ihr Geliebter unter den Toten weilt. Sie versucht alles akribisch herauszubekommen, was seinerzeit vorgefallen ist und sie engagiert gar einen Detektiv, um die Wahrheit ans Licht zu bringen ...

Jean-Pierre Jeunet verzauberte bereits mit seinem brillanten Werk "Die fabelhafte Welt der Amélie" das Publikum und zeigte den Sieg der Liebe trotz widriger Umstände. Ähnlich geht er auch bei dieser Großproduktion (mit einem Budget von 47 Millionen Euro eine der teuersten Europas) vor: Die Protagonistin geht mit unerschütterlichem Glauben und großer Liebe auf die Suche nach dem Totgeglaubten. Dabei vermischen sich geschickt Wahrheit und Fantasie, Grausamkeiten und große Gefühle, einmal mehr brillant verkörpert von "Amélie"-Darstellerin Audrey Tautou. Darüber hinaus liefert Jeunet hier mit der Person des Rad fahrenden Briefträgers gleich noch eine liebevolle Hommage an Jacques Tati. Erneut ein perfektes Meisterwerk!



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