Die 13-jährige Nelly lebt in Berlin und ist von dem Traum beseelt, eine berühmte Astronomin zu werden. Die Liebe zu den Sternen verbindet sie mit dem 16-jährigen luxemburgischen Prinzen Edouard, für den sie schon lange schwärmt. Als das Basketball-Mädchenteam ihrer Schule zu einem Wettkampf nach Luxemburg eingeladen wird, der noch dazu unter der Schirmherrschaft Edouards steht, hat die wenig sporttaugliche Nelly nur noch eines im Sinn: So schnell wie möglich Basketball zu lernen, um mit auf die große Reise gehen zu können. Da kommt ihr der Nachbarsjunge Max Minsky gerade recht. Während ihr dieser Basketball beibringt, erledigt Nelly seine Hausaufgaben. Darunter leiden allerdings bald ihre Vorbereitungen auf das ihr bevorstehende Bat Mizwa, die jüdische Konfirmation...

Die aus Münster stammende Kinoregie-Debütantin Anna Justice, die in ihren TV-Arbeiten wie "Noch einmal lieben" oder "Ich liebe das Leben" oft sperrige und ernste Themen gefühlvoll in Szene setzte, verfilmte hier den mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2003 ausgezeichneten Bestseller "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" von Holly-Jane Rahlens, die auch das Drehbuch schrieb. Manchmal ein wenig überzeichnet, gelang ihr eine flotte, bis in die Nebenrollen hervorragend besetzte Jugendkomödie um Schule, Sport, Familie und Freunde. In der Hauptrolle der Nelly überzeugt Zoe Moore, die Tochter des Regisseur-Ehepaars Eoin Moore ("Conamara") und Elke Weber-Moore ("Storno"), und der aus der preisgekrönten Comedyserie "Türkisch für Amfänger" bekannte Emil Reinke ist hier in seiner ersten Kinorolle zu bewundern.

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