Tibet im 11. Jahrhundert: Thopaga, Sohn eines vermögenden Händlers, wird nach dessen Tod von der Verwandtschaft um sein wohlverdientes Erbe gebracht. Beeinflusst von seiner Mutter sinnt er nur noch auf Rache und tritt eine lange Reise zu einem Magier an, der ihn in schwarzer Magie unterrichten soll. Jahre später - inzwischen ist Thopaga zu Milarepa geworden, der seine Existenz ganz der Lehre Buddhas widmet, kehrt er zurück und kann sich endlich an seiner Verwandtschaft rächen ...

Der aus Bhutan stammende Regisseur Neten Chokling, einer der großen Meister und geistigen Führer Tibets, nahm sich hier der historisch belegten Lebensgeschichte des Jetsün Milarepa (1040-1123) an, der als Begründer des tibetanischen Buddhismus gilt. In ruhigen Bildern vor der großartigen Himalaya-Landschaft rollt Chokling die Geschichte auf, wobei er sich auf die Kindheit und die Jugendjahre seines Protagonisten konzentriert. Zwar wirken einige Passagen allzu aufgesetzt und stilisiert, doch die Kernaussage des Films wird am Ende mit aller Deutlichkeit vermittelt: Rache macht nicht glücklich, nur Vergeben und Verzeihen ermöglichen ein erfülltes Leben.





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