Eigentlich könnte sich Earl Brooks als erfolgreicher Geschäftsmann, liebender Vater und Ehemann beruhigt zurücklehnen und sein Leben genießen. Doch ihm ist das nicht genug. Er braucht den besonderen Thrill. Denn neben seiner bürgerlichen Idylle führt er ein zweites Leben als trickreicher Serienmörder, der meistens dann zur Tat schreitet, wenn es sein Alter Ego Marshall mal wieder von ihm verlangt. Doch bei seinem letzten Mord hat ihn ein Voyeur mit seiner Kamera beobachtet und erpresst Brooks nun mit einem kühnen Unterfangen: Er will beim nächsten Mord unbedingt dabei sein. Dies wiederum verlangt von Earl und Marshall besondere Raffinesse ...

Mit Bravour meistert Kevin Costner hier das alte "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Thema, wandelt sich scheinbar mühelos vom Vorzeige–Spießer zum eiskalten Killer und liefert sich mit William Hurt als böses Alter Ego prickelnde Dialoge. Auch Demi Moore überzeugt als polizeiliche Gegenspielerin mit ambivalentem Hintergrund. Einen derart durchdachten Killer-Thriller hat man schon lange nicht mehr gesehen. Bruce A. Evans führte hier übrigens erst zum zweiten Mal Regie, sein Erstlingswerk, "Kuffs - Ein Kerl zum Schießen", lieferte er 15 Jahre zuvor ab.

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