Als Kinder haben die Brüder Marten und Volker Schreckliches erlebt. Nach über 20 Jahren treffen die beiden im verlassenen Elternhaus an der Nordsee wieder aufeinander. Denn die Mutter soll nun aus dem Gefängnis entlassen werden, in dass sie für die Tötung des Vaters einsaß. Doch der jüngere Volker kann weder seinem Bruder noch der Mutter verzeihen, dass sie einst tatenlos zusahen, als der Vater ihn ständig missbrauchte. So behauptet er, dass er nur gekommen sei, um das Elternhaus zu verkaufen. Insgeheim jedoch hegt er einen ganz anderen Plan ...

Und wieder ein Sozialdrama aus Deutschland, das mit schlechten Bildern in der Tristesse der Unterschicht wühlt und eine Geschichte erzählt, die einen ebenso kalt lässt wie die Wassertemperatur der Nordsee. Zudem quält Regisseur Florian Eichinger ("Bergfest") den Zuschauer mit elendig langen Einstellungen, um dann in spannenden Momenten einfach aus der Szene zu springen. Das nervt auf Dauer mehr als es unterhält. Was bleibt: eine (vielleicht absichtliche) Qual.



Foto: © André Lex