Frankreich, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs: Junge Französinnen werden als Ehefrauen für amerikanische GIs angeworben. In Erholungslagern der US-Army, sogenannte "cigarette camps", werden sie für ihre Reise in die USA zu ihren kaum bekannten Männern gedrillt. Jeannette, Marie-Thérèse und Mireille sind drei solcher Frauen. Sie sind mit ihnen kaum bekannten GIs verheiratet und stehen kurz vor ihrer Überfahrt über den Atlantik. Just am Tag der Abreise bekommt Jeannette die Nachricht vom Unfalltod ihres Ehemanns, den die Army aber wie einen Tod im Gefecht aussehen lassen will. Sie muss ihre beiden Freundinnen ziehen lassen und bleibt mit ihren Eltern auf deren Bauernhof zurück als. Marie-Thérèse und Mireille berichten der Freundin fortan in Briefen von ihren Erlebnissen, ihren Ängsten und ihren Hoffnungen ...

Regisseur Fabrice Cazeneuve ("Monsieur Mobbing") drehte dieses einfühlsam inszenierte Nachkriegsdrama nach einem Buch, das er zusammen mit Jean-Claude Grumberg ("Der Oberst und ich", "Der Stellvertreter") verfasste. Mit Adélaïde Leroux ("Home", "Flandern"), Salomé Stévenin ("Kalte Duschen", "Love Me") und Mélodie Richard hervorragend besetzt, schildert Cazeneuve die unterschiedlichen Erfahrungen der drei Protagonistinnen. Während die eine tatsächlich ihr Lebens- und Liebesglück findet, gestaltet sich für die beiden anderen die Reise ins gelobte Land USA als Reise in ein ungewisses Leben.

Foto: arte F/Laurent Denis/France 2