Im Leben des 17-jährigen Mikael scheint alles in Ordnung zu sein: Er steht kurz vor seiner Maturitätsprüfung, ist ein erfolgreicher Judokämpfer und hat eine hübsche Freundin. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Seine Eltern - Vater Taxifahrer, Mutter im Reinigungsdienst - sind chronisch pleite. Die Arbeiterfamilie ist so knapp bei Kasse, dass sie sich nicht mal mehr warmes (Dusch-)Wasser leisten kann. Seine Armut fällt Mikael erst richtig auf, als er Trainingspartner des reichen Clément wird. Im Gegensatz zu Mikael fallen Clément das Glück und die Frauen in den Schoß. Als Mikaels Freundin Vanessa ihn eines Tages nach dem Training abholen will, arten die Rangeleien auf der Bodenmatte aus ...

Nach mehreren Kurzfilmen wie "Beau comme un camion" und "La vie commune" drehte der Franzose Antony Cordier mit dieser auf Festivals ausgezeichneten Tragikomödie sein Langfilmdebüt, das gekonnt zwischen Witz und Tragik pendelt. Dies ist besonders dem natürlichen Spiel der unverbrauchten Jungdarsteller zu verdanken, die ihren Charakteren die nötige Tiefe verleihen und die Sorgen und Nöte einer ganzen Generation zwischen Pubertät und Erwachsenwerden widerspiegelt. Johan Libéreau erhielt für seine Rolle des Mikael den Lumiere Award als viel versprechenster junger Darsteller. Achten Sie auf Salomé Stévenin ("Love Me"), die Tochter von Regisseur, Autor und Schauspieler Jean-François Stévenin ("Die Waldläufer", "Der Abendanzug", "Pakt der Wölfe"), die hierzulande bisher nur selten auf den Bildschirm zu sehen war.

Foto: arte F/Bac Films