Unternehmer Herbert Marstein wird erschossen in seiner Villa aufgefunden, alles deutet zunächst auf den Raubmord einer polnischen Bande hin. Marstein scheint als "einsamer Wolf" gelebt zu haben, niemand stand in näherem Kontakt zu ihm. Auch nicht sein Sohn Florian, der seit Jahren in Österreich lebt und angeblich erst zurückkehrt, als er vom Tod seines Vaters hört. Doch Florian ist bereits zwei Wochen früher nach Brandenburg zurückgekehrt und hatte sich kurz vor dem Tod seines Vaters einen handfesten Streit mit ihm geliefert. Kommissarin Johanna Herz findet bald heraus, dass Marstein das Bauvorhaben eines polnischen Investors blockiert hat, das für den Ort von großem wirtschaftlichem Interesse war. Vor allem für Bürgermeister Ulrich König und seine Frau Erika sollte es das Sprungbrett in ein besseres Leben sein ...

Krimi-Spezialist Ed Herzog inszeniert gern weibliche Ermittlerinnen, das zeigten schon seine Genrearbeiten "Tatort - Herz aus Eis" mit Eva Mattes und "" mit Senta Berger. Sein mitunter etwas zähes "Polizeiruf 110"-Debüt setzte Herzog nach dem Buch von Stefan Rogall in Szene, der zuvor bereits die Vorlagen zu den beiden Kogge-Fällen "Kleine Frau" (2005) und "Polizeiruf 110 - Verdammte Sehnsucht" (2008) geliefert hatte.

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