Großbritannien im Sommer 1984: Während die Premierministerin Margaret Thatcher mit eiserner Hand gegen die streikende Gewerkschaft der Minenarbeiter vorgeht, setzen die Vertreter der Arbeiterschaft alles daran, die Privatisierung und drohende Schließung der Minen zu verhindern.

Durchaus überrascht sind die Arbeitskämpfer, als sie von der Initiative "Lesbians and Gays Support the Miners" Unterstützung bekommen, indem deren Mitglieder Geld für die Streikkasse sammeln. Allerdings bleibt die Nationale Union der Minenarbeiter skeptisch und lehnt das Angebot infolge großer Vorurteile ab.

Dies wiederum veranlasst eine kleine Gruppe um Buchhändler Mike und Aktivist Mark in ein walisisches Dorf zu fahren und die Spenden vor Ort abzugeben. Obwohl ihnen auch hier Vorurteile zu Hauf begegnen, finden sie auch gastfreundliche Menschen wie etwa den schüchternen Cliff, die durchaus resolute Hefina und den lokalen Streikführer Dai...

Exzellente Darsteller

Vor allem die exzellenten Darsteller - allen voran Bill Nighy als Cliff, Imelda Staunton als Hefina und Paddy Considine als Dai - wissen in dieser ungewöhnlichen Komödie überaus pointiert zu unterhalten.

Darüber hinaus schaffte es aber Regisseur Matthew Warchus auch vortrefflich, die düstere Atmosphäre der Thatcher-Ära gekonnt in Szene zu setzen, wobei er weniger Wert auf die Düsternis, denn auf das Zusammentreffen der unterschiedlichen Lebensphilosophien bzw. -entwürfe legte. Hier entwickelt sich der bodenständige Witz aus den verschiedenen Vorstellungen von Engagement. Dass die Geschichte auf wahren Vorkommnissen beruht, versteht sich hier fast von selbst.