Rose Bernd ist mit ihrem Vater durch den Krieg aus Schlesien nach Westdeutschland verschlagen worden und arbeitet als Magd für den Gutsherrn Christoph Flamm. Sie betreut auch dessen gelähmte Frau Henriette, die nicht ahnt, dass ihr Mann das hübsche, temperamentvolle Mädchen heimlich umwirbt ...

Nach dem berühmten Theaterstück von Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann inszenierte Wolfgang Staudte ("Der Untertan", "Rosen für den Staatsanwalt") dieses bewegende Melodram mit der jungen Maria Schell, die im Jahr darauf mit ihrer Rolle in Richard Brooks' Klassiker "Die Brüder Karamasow" ihren internationalen Durchbruch feiern sollte. "Rose Bernd", ein Werk um so universelle Themen wie Liebe und Verrat, Ehre und Bigotterie, war 1957 auf den Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme nominiert und die erste Regiearbeit von Staudte, nachdem dieser 1955 die DEFA verlassen hatte und in die Bundesrepublik übergesiedelt war. Achten Sie auf Siegfried Lowitz ("Der Alte") in der Rolle des Amtsrichters!

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