Abend für Abend trifft sich die Schickeria im "Rossini". Das italienische Edelrestaurant ist die Kulisse, vor der sich die Reichen und Schönen, die Loser und Genies selbstinszenieren. Hier diniert der misanthropische Bestsellerautor Windisch nur im Séparée; hier umschmeichelt der Filmproduzent Reiter die Finanziers; hier kann sich die schöne Valerie nicht zwischen dem jungen wilden Lyriker Kriegnitz und Reiter entscheiden, und hier verliebt sich Promiwirt Paolo in die schöne Schauspielerin Schneewittchen, die zur Hauptdarstellerin im neuen Film von Starregisseur Uhu Zigeuner avancieren will...

Was als Gesellschaftssatire gedacht war, entpuppt sich als oberflächliche Komödie, bei der die guten Darsteller reine Staffage sind. Der angeblich von wahren Begebenheiten inspirierte Film versammelt sämtliche aus den deutschen Erfolgskomödien der letzten Jahre bekannten Gesichter und Motive, ohne dabei auch nur eine eigene Idee zu bieten. Ein (zwar brillant fotografierter) klischeehaft besetzter, gespielter und inszenierter Film, in dem ausgerechent Veronika Ferres als Verkörperung der Lorelei zum Inbegriff männlicher Sehnsucht hochstilisiert wird. Kurz: Überflüssig, weil stinklangweilig.