Gudrun Landgrebe

Nein, für Telefonsex bin ich nicht zu haben - Gudrun Landgrebe als Edel-Hure Vergrößern
Nein, für Telefonsex bin ich nicht zu haben - Gudrun Landgrebe als Edel-Hure
Gudrun Landgrebe
Geboren: 20.06.1950 in Göttingen, Deutschland

Anke will ein Kind, ihr Lebensgefährte Philipp keines. Das macht den Konflikt des Kinofilms "Dabbel Trabbel" aus. Gudrun Landgrebe ist Anke, doch Dorothea Neukirchens Komödie (1981) ist zu betulich und umständlich, um der erotischen Entdeckung der Achtziger wirklich zum Durchbruch zu verhelfen. Als der Film im Mai 1982 ins Kino kommt, haben außer dem "Evangelischen Filmbeobachter", der ihn mit der amerikanischen Screwball Comedy und den Stars Carole Lombard und Katharine Hepburn in Verbindung bringt, weder Publikum noch Presse besondere Freude.

Bereits hier aber spürt man die erotische Spannung knistern, die von Gudrun Landgrebe ausgeht. Und als ein Jahr später im Juni 1983 Robert van Ackerens "Die flambierte Frau" ins Kino kommt, wird das ein großer Erfolg. Van Ackeren setzt die Schauspielerin genau so ein, wie sie ankommt. Das ist nicht unbedingt Schönheit, auch die Begabung hat ihre Grenzen. Doch vor der Kamera wirkt sie ganz einfach anziehend. "Die flambierte Frau" ist eine Studentin, die das bürgerliche Leben anödet. Sie wird Modell, spürt bald, dass sie die Männer beherrscht und spezialisiert sich als Domina. Regisseur van Ackeren nennt seinen Film "eine obsessive Liebesgeschichte vor dem Hintergrund, wo 'Liebe' nur den Charakter einer Ware hat. Es ist ein Film über heimliche Wünsche, Sehnsüchte, über bürgerliche Neugier und Männerphantasien."

Diese Erotik nutzt H. C. Blumenberg, der die Hauptfigur in "Dabbel Trabbel" noch "überhaupt nicht sexy, kaum niedlich, aber sehr doof" nannte (zitiert nach "Fischers Film Almanach" 1983), besetzt sie 1984 in seinem Kino-Regiedebüt "Tausend Augen". Bei Edgar Reitz spielt sie in "Heimat" (1984) das Sexy-Klärchen, in Liliana Cavanis Berlinale-Beitrag 1985 "Berlin Interior" ist sie die höchst erotische Luise von Hollendorf, und in Dominik Grafs Kinoerfolg "Die Katze" Jutta Ehser, die Gespielin von Götz George.

In Vera Belmonts "Geliebte Milena" (1990), dem Film über die Geliebte Franz Kafkas, spielt sie die Olga, in Peter Timms "Ein Mann für jede Tonart" (1992) die Hella Mueller-Lalinde. Zwischen Heiner Lauterbach und Jan Josef Liefers steht die unglückliche Cornelia in Helmut Dietls Kinoerfolg "Rossini - Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" (1996) und ist vor lauter Lebens- und Liebeshunger nicht in der Lage zu überleben.

Gudrun Landgrebe, die von der Bühne kommt, versucht 1992 mit der Essener Hans-Günther-Heyme-Inszenierung von "Tochter der Luft" eine Rückkehr zum Theater. Nach ein paar Fernseharbeiten wie der Reihe "Tresko" (1996), "Opernball" (1997) und "Zucker für die Bestie" (1997) war sie auch in der gründlich missratenen Komödie "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" (1997) auf den Kinoleinwänden zu sehen. Noch grausamer war ihr Auftritt in Gabriel Baryllis "Wer liebt, dem wachsen Flügel" (1998) an der Seite von Verona Feldbusch. Für die Zukunft wünschen wir ihr wieder bessere Rollen wie etwa in "Das Tattoo - Tödliche Zeichen" (2000) oder in "Donna Leon - Vendetta" (2000). 2001 folgte erneut eine belanglose Komödie, die sie einmal mehr an der Seite von Götz George zeigte: "Viktor Vogel - Commerical Man".

Weitere Filme mit Gudrun Landgrebe: "Aufforderung zum Tanz" (1976), "Annas Mutter" (1983), "Oberst Redl" (1984), "Die Dame vom Palace Hotel", "Leidenschaften" (beide 1985), "Tatort - Salü Palu" (1987), "Das Haus am Watt", "Die Kaltenbach-Papiere" (beide 1990), "Mit tödlicher Sicherheit", "Schneewittchen und das Geheimnis der Zwerge", "Wunderjahre" (alle 1991), "Mord in der Toskana" (1992), "Gefährliche Spiele", "Goldstaub" (beide 1993), "Das Schwein - Eine deutsche Karriere", "Ein unvergessliches Wochenende in Sevilla", "Schloss Hohenstein" (alle 1994), "Herberge für einen Frühling", "Ich liebe den Mann meiner Tochter" (beide 1995), "Betrogen - Eine Ehe am Ende", "Die Männer vom K 3 - Tomskys letzte Reise", "Die Stunden vor Morgengrauen" (alle 1996), "Ein Hochzeitsgeschenk", "Eine Sünde zuviel" (beide 1997), "Die Sünde der Engel", "Fever" (beide 1998), "Das Mädchen aus der Torte", "Tatort - Nach eigenen Gesetzen", "Die Millennium-Katastrophe" (alle 1999), "Der Vamp im Schlafrock", "Die Verbrechen des Professor Capellari", "Stiller Sturm" (alle 2000), "Herz oder Knete", "Problemzone Mann" (beide 2001), "Charlotte Link - Das Haus der Schwestern" (2002), "Tatort - Die Liebe und ihr Preis", "Verliebte Diebe", "Alles Samba" (alle 2003), "Der Bestseller - Wiener Blut", "Mein Mann und seine Mütter" (beide 2004), "Eine Prinzessin zum Verlieben", "Herzlichen Glückwunsch" (beide 2005), "Störtebeker", "Heimat-Fragmente: Die Frauen" (beide 2006), "Warten auf Angelina", "Rebecca Ryman: Wer Liebe verspricht", "Mord in bester Gesellschaft - Die Nächte des Herrn Senator" (alle 2008), "Kommissar LaBréa - Tod an der Bastille" (2009), "Kommissar LaBréa - Mord in der Rue St. Lazare", "Kommissar LaBréa - Todesträume am Montparnasse", "Jud Süß - Film ohne Gewissen", "Vater aus heiterem Himmel", "Unter anderen Umständen - Tod im Kloster", "Tatort - Unsterblich schön" (alle 2010), "Wunderkinder", "Die Unsichtbare" (beide 2011).

Zur Filmografie von Gudrun Landgrebe
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