Die alternde Kosmetikvertreterin Lisa Schindler hat sich in die Wohnung des jungen New Yorker Ehepaars Paul und Jennifer Montgomery eingeschlichen und geht nun auf deren obskuren Parties ein und aus. Eines Tages hecken die drei ein satanisches Spielchen aus: Ein ahnungsloser Lieferantenjunge soll von der Dame des Hauses verführt und in der verfänglichen Situation dann von ihrem Mann Paul überrascht werden. Was als Witz gedacht war, soll sich zum Unglück auswachsen. Das gefoppte Opfer wird durch den Schuß einer versehentlich geladenen Pistole getötet – zumindest sieht alles danach aus ...

Regisseur Curtis Harrington ("Was ist denn bloß mit Helen los?") drehte mit "Oscar"-Preisträgerin Simone Signoret ("Der Weg nach oben") diesen atmossphärisch dichten Suspense-Thriller, den er im New York der Swinging Sixties ansiedelte. Eigentlich war die Rolle der Lisa Schindler für Marlene Dietrich geschrieben worden, doch die Produzenten legten ein Veto ein und besetzten die französische Charakterdarstellerin Signoret, die hier allerdings nicht an ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen wie etwa in "Die Teuflischen" anknüpfen kann. Besonders gelungen: das Dekor der Wohnung des reichen Ehepaars Montgomery, der Ehemann ist Kunstsammler, die wie ein Mix aus einem Museum für Pop Art und Spielsalon daherkommt.

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