Das Leben ganz normaler Menschen in der Stadt der Liebe: Pierre (Romain Duris, Foto mit Juliette Binoche) ist ein junger Tänzer, der erfahren muss, dass er infolge eines Herzfehlers nicht mehr lange zu leben hat. Er sucht Rat und Hilfe bei seiner Schwester Èlise, die als Sozialarbeiterin ohnehin viel zu tun hat. Derweil stellt ein Uniprofessor einer Studentin nach, träumt ein Afrikaner vom schönen Leben in Paris, herrscht eine Bäckerin ihre Bediensteten an, ist ein Gemüsehändler heimlich in Èlise verliebt...

Wie schon in "... und jeder sucht sein Kätzchen" begibt sich Cédric Klapisch ("L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr") erneut auf einen Streifzug durch die französische Metropole, zeigt Durchschnittsbürger in ihrem individuellen Alltag, beobachtet Sentimentalitäten ebenso wie Intimitäten, begleitet Menschen ein Stück ihres Weges. Vieles davon ist überaus charmant und interessant, doch leider gilt hier: weniger wäre mehr gewesen. Hätte sich der Regisseur auf weniger Protagonisten konzentriert, wäre das Ergebnis möglicherweise um einiges besser gewesen. So erduldet man die ein oder andere Episode, weil man auf die Fortschreibung einer bestimmten Erzählung wartet. Zudem fehlt leider auch das Flair von Paris und so ist der Ort des Geschehens eigentlich völlig austauschbar.

Foto: Prokino